Zauber

Das Gesicht eines Menschen

trägt einen Zauber in sich.

Jeder Geburt

wohnt ein Zauber inne.

Jeder schöne Moment

lässt sich als Zauber beschreiben.

Jede von Freunden getrocknete Träne

ist auch ein Zauber.

Ein Lächeln

zaubert automatisch ein weiteres Lächeln.

Und jede Sekunde mit dir

ist wie ein Zauber für mich.

Denn ohne dich

wär ein Zauber nichts. 

2 Kommentare 29.5.08 18:53, kommentieren

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Mauerblümchen

Du bist allein
Hast deinen Platz
An dem Baum.
Sitzt täglich auf der Mauer.
Allein. 

Keiner kommt.
Keiner
Grüßt dich.
Du bist unsichtbar
Für die anderen. 

Eigentlich
Bist du wie sie.
Doch keiner sieht dich so,
Wie du dich
Selber siehst. 

Dein Blick
Ist leer.
Du bist allein
Mit deinem Schmerz
Und deinem Leid. 

Keiner will dich.
Keiner sieht dich.
Du bist allein
Und sitzt an deinem Platz.
Du, Mauerblümchen.
 

19.5.08 16:01, kommentieren

Alptraum

Ich falle. Falle immer tiefer. Der Wind zischt an mir vorbei und die Wolken können mich nicht bremsen. Unter mir ist totale Dunkelheit. Doch auf einmal werde ich langsamer und komme in der Luft zum stehen. Zum ersten Mal kann ich meine Umgebung genauer betrachten. Doch es beängstigt mich was ich sehe: Ein schwarzes Meer, umgeben von einem ebenso schwarzen Strand. Eine Art Sonne (oder ist es ein Mond?) taucht die Landschaft vor mir in ein seltsames Licht.
Ich schwebe langsam nach unten. Es scheint, als wäre der Strand eine gerade Linie, die ihren Endpunkt in der Unendlichkeit beschreibt. Der Horizont erscheint ewig weit weg. Ich zucke zusammen, als meine nackten Füße den Sand berühren. Er fühlt sich warm an, jedoch sehr fremd und ungewohnt.
Wo bin ich hier nur gelandet? Und wieso überhaupt?
Die Fragen kamen nicht von mir, sondern aus dem Wasser. Oder bildete ich mir das nur ein?
Ich hatte das Verlangen zu schreien, doch der Schrei blieb mir im Hals stecken bei dem Anblick einer Gestalt, nur ein paar Meter von mir entfernt. Ein langer Umhang verdeckte den Körper und das Gesicht steckte unter einer Kapuze, nur die Nasenspitze und die Mundpartie waren zu sehen.
Langsam, Schritt für Schritt kommt die seltsame Gestalt näher. Ein Windstoß reißt den langen Mantel hinfort und entblößt einen Mann in Jeans und T-Shirt. Er überragte mich um einen Kopf und wirkte sehr muskulös. Irgendetwas an ihm kam mir bekannt vor, doch ich wusste nicht was.
Doch als ich in seine eisblauen augen blickte, erkannte ich den Mann wieder, dem ich nie wieder begegnen wollte: meinen Vergewaltiger.
Als er weiter auf mich zu komt, versuche ich zu fliehen. Doch meine Füße stecken in dem schwarzen Sand fest und ich konnte mich nicht von der Stelle rühren. Als seine Hände mich berühren versuche ich erneut fortzurennen, doch es ist zwecklos. Meine Füße sind im schwarzen Sand gefesselt.
Ich spüre seinem Atem auf der Haut und seine Hände, die nach meinen Brüsten tasten. Umso mehr ich versuche mich zu wehren, umso mehr drückt er mich an sich. Er stinkt nach Schweiß und Alkohol und wiedert mich an. Der Versuch zu schreien, wird von ihm erfolgreich unterdrückt.
Ein Stich in meinem Arm raubt mir auch die letzte Kraft und ich sinke auf dem Boden. Er zückt ein Messer und schneidet mir die Kleider auf. Noch stehend zieht er sich die Hose runter und legt sich auf mich. Sein steifes Glied drückt mir gegen den Unterleib und sein Gewicht auf meiner Brust mimmt mir die Luft zum Atmen. Seine Lippen berühren meine, seine Hände fahren mir durch die Haare und er flüstert mir ins Ohr:
"Du wirst mir nie entkommen. Du gehörst mir. MIR GANZ ALLEIN!"
Er hebt sein Becken. Ich wusste sehr genau, was mich jetzt erwartet, doch ich konnte mich nicht wehren. Ein letztes Mal nahm ich die mir noch verbleibende Kraft zusammen, schloß meine Augen und schrie.


Schweißgebadet fand ich mich in meinem Bett wieder. Ich sitze aufrecht und bin völlig außer Atem. Es war nur ein Traum. Nur ein Traum, sagte ich mir.
Doch die Erinnerungen an diese Zeit sind für mich ein täglicher Albtraum.

3 Kommentare 4.6.08 20:20, kommentieren

(unbekannter Titel)

Ich will frei sein.

Frei sein

Heißt selbst

                 handeln.

Frei.

Nicht möglich.

Freiheit ist eine variable Größe.

Ein weiter Begriff

Und doch so nah

Und doch so

                 fern.

Frei.

Frei?

Bin ich nicht.

Würd ich gern

                  SEIN.

Frei...

In einem anderen Leben.

(So... diese Gedicht ist im Unterricht vom Deutsch Leistungskurs bei Frau Weber entstanden (ja Frau Weber, tut mir echt leid aber im Deutschunterricht habe ich nunmal meist so meine kreativen Phasen) und hat keinen Titel und soll auch keinen bekommen) 

1 Kommentar 17.5.08 20:16, kommentieren

Wenn Liebe nicht das ist, was sie sein sollte

 

(leider nicht von mir... aber es trifft sehr genau, was ich mal für eine bestimmte person empfunden habe und ist einfach nur echt schön...)

19.5.08 15:52, kommentieren